Am Freitagnachmittag treffen die 18 Teilnehmer, 15 Damen und 3 Herren, gegen 18:00h wohlbehalten im gepflegten, warmen „Retiro“ in Pedreña ein. Um 19:00h versammeln wir uns im „Arbeitsraum“, der von Elke mit Hilfe des farbenfrohen Symbolbildes der jungen philippinischen Künsterlin Rowena Laxamana Sta. Rosa, Blütenkränzen und Infomaterial einladend geschmückt wurde. Bevor wir unsere Aufmerksamkeit den Problemen der philippischen Frauen zuwenden konnten, las uns Pastor Grohn die Rede vor, mit welcher er die spanische Gemeinde mit den Beweggründen Luthers zum Protest gegen die Ablasspraktiken der röm.-kath. Kirche bekannt machen will.
Anschliessend war Fingerfertigkeit gefordert. Weil es auf den Philippinen überwieged warm ist, hatte Elke die gute Idee, uns Fächer falten zu lassen. Wie stets hatte sie alles bis ins Detail vorbereitet und durchdacht. Damit verging die Zeit bis zur Cena im Nu. Gestärkt und vom Tinto angeregt, plauderten einige bis in den frühen Morgen.
Das ausgedehnte, reichhaltige Frühstück liess Ferienlaune aufkommen. Darum musste Elisabeth mit dem Gong daran erinnern, dass wir nicht nur zum Vergnügen in Pedreña waren.

Renate, die kurzfristig den von der „gestolperten“ Helga ausgearbeiteten Vortrag übernommen hatte, belehrte uns souverän, unter Mitwirkung gut gewählten Bildmaterials, über die politische, wirtschaftliche und menschliche Situation der Bewohner des Inselreichs.

Es blieb genügend Zeit, um sowohl vor, als auch nach dem Essen die gute Seeluft von Pedreña einzuatmen.

Ab 17:00h begann die Gruppenarbeit. Wir waren aufgefordert, über das diesjährige Motto: „Was ist fair?“ nachzudenken. Die zahlreichen Motive, welche die Malerin auf ihrem Bild vereint hatte, gaben jede Menge Denkanstösse. Knappe Lösungsvorschläge zur Verbesserung der Situation sowohl der Frauen als auch der Überzahl armer Menschen wurden auf „Bananenblättern“ notiert. Weil Reis das Grundnahrungsmittel der Inselbewohner ist, hatten einige von uns Reistütchen gefüllt. Alles diente zur besseren Einfühlung in das Leben der Menschen auf den Philippinen. Zur Auflockerung nach so viel Konzentration, vereinten sich fast alle zum Biodanza, unter Anleitung von Elvira.
Weil alle diese Freuden auch ihren Preis haben, konnte Inge, unsere Zahlmeisterin, nach dem Abendessen zügig unseren „Obulus“ einsammeln und sogleich der Leiterin des „Retiro“ übergeben. Danach wurden die Lieder des diesjährigen Weltgebetstages mit Elisabeth eingeübt.

Rund um das Gleichnis vom Weinbergbesitzer – siehe Gerechigkeit – gestaltete Elke einen einfühlsamen Gottesdienst. Trotz Aufräumen und Kofferpacken blieb reichlich Zeit für einen Spaziergang an der Sonne. Gestärkt durch ein leckeres Mittagsmahl begaben wir uns gegen 16:00h auf die Heimreise, nicht ohne den Termin für 2018 vorgemerkt zu haben.

Helga Röver

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