Seit 30 Jahren gönnt sich unsere Gemeinde eine  „Frauenfreizeit“. Zum 7. Mal trafen wir uns in Larrea. Das Motto des diesjährigen Weltgebtstages lautete „Wasserströme in der Wüste“.  Es wurde von den Frauen der vereinten Christlich Koptischen Gemeinden in Ägypten vorgegeben, die den Weltgebetstag bereits seit 1928 begehen.

Dank einer kurz Entschlossenen rundete sich unsere Gruppe auf 20 Personen, nur „Molly“ einer fügsamen Handedame, wurde der Eintritt verwehrt. Als wir uns gegen 19:00h nach ausgiebiger Begrüssung im Konferenzraum einfanden, hatten Elke, Hannelore und Beverley auf dem Boden  feine Stoffe, Sand und Kieselsteine angeordnert, um  uns auf das Thema „Wasserströme in der Wüste“ eizustimmen.  Mit Hannelore machten wir eine Wüstenmeditation und danach waren wir  in der richtigen Stimmung, uns der Aufgabe zu widmen, den Lauf des Nils samt seiner Ufer mit farbigen Tüchern auf dem Boden nachzugebilden. Das Ufer  wurde mit gerüschten Papierblumen, Kamelen und Palmen belebt und das Ganze mit einer ansehnlichen Lotusblume gekrönt.  Anschliessend blieb noch Zeit zum Einhören und Mitsummen der melodischen Lieder zum Gottesdienst am Weltgebetstag.

Das Abendbrot mit knackigem Salat und Gemüsesuppe, alles aus dem Klostergarten, mundete vorzüglich.

Das gemütliche Beisammensein zog sich in die Länge, vorsichtshalber stellten einige den Wecker.

Samstagvormittag machte uns Helga in einem straff gegliederten Vortrag mit den alltäglichen Problemen der Frauen Ägyptens bekannt, die dank der eingefügten aktuellen Fotos sichtbar wurden. Hinterher zog uns die strahlende Sonne magisch ins Freie.

Für die Bibelarbeit am Nachmittag hatten Elke und Hannelore unter kräftiger Mithilfe vom Herrn Pastor, der sowohl Sand als auch große, runde Flusssteine herbeigeschleppt hatte, eine einladende Quelle in den Raum gezaubert. Jede von uns konnte sich ein Bild aussuchen, auf welchem Wasser in unterschiedlicher Umgebung abgebildet war ,  und in wenigen Worten ausdrücken, welche Bedeutung das Wasser als Ursprung alles Lebedigen für sie persönlich hat. Mit verteilten Rollen wurde eine Stelle aus dem Johannes Evangelium gelesen, in der die Begegnung und anschließende Bekehrung einer Frau aus Samaria mit Jesus am Brunnen Jakobs beschrieben ist.

Der von Elvira angeleitete „Biodanza“ lockerte bei den Teilnehmerinnen die geistige Anspannung und machte hungrig und durstig.

Der Sonntag bekam seine Prägung als Festtag durch die von Elke klug und einfühlsam gestaltete Andacht. Sogar die neu erlernten Lieder klangen beinah harmonisch. Es bleib noch viel Zeit zum Spazierengehen, Parlieren und Fotografieren, so dass nach dem Sonntagsmenü alle mit dem festen Vorsatz „Nächstes Jahr sind wir wieder dabei“ Abschied nahmen.

HELGA RÖVER (Santander)

Bildmaterial von M.Kolar
Bildmaterial von M.Kolar

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